Responsibilities
Musikinstrumentenbauer/innen entwerfen und bauen Musikinstrumente, etwa hochwertige Violinen, Harfen, Lauten und Gitarren, reparieren und warten sie. Dazu wenden sie moderne Herstellungs- und Bearbeitungstechniken an, etwa die Lasertechnologie oder traditionelle kunsthandwerkliche Methoden, wie das Schnitzen von Hand, und gestalten die Instrumente künstlerisch. Mit messtechnischen Methoden und Instrumenten erproben sie Akustik und Klang. Sie sind meist auf ein Instrument oder eine Instrumentengattung spezialisiert. Um historische Musikinstrumente in einem originalgetreuen und funktionstüchtigen Zustand zu erhalten, restaurieren Musikinstrumentenbauer/innen diese auch und ergänzen z.B. fehlende Teile.
Auf der Grundlage musikwissenschaftlicher, naturwissenschaftlicher, kunstwissenschaftlicher und historischer Erkenntnisse und Methoden analysieren und bewerten Musikinstrumentenbauer/innen außerdem die Qualität von historischen Musikinstrumenten und erstellen diesbezüglich instrumentenkundliche Gutachten, z.B. als Wertgutachten für Versicherungen oder als Echtheitszertifikat vor dem Verkauf von Instrumenten.
Typical Places of Work
Musikinstrumentenbauer/innen finden Beschäftigung
- bei Herstellern von Musikinstrumenten
- in Restaurierungsabteilungen von Museen
Salary
The salary level for Musikinstrumentenbauer/in (Hochschule) in Germany is:
from 3782
up to 4897 EUR per month
Задачи
Worum geht es?
Musikinstrumentenbauer/innen entwerfen, bauen und reparieren hochwertige, künstlerisch gestaltete Musikinstrumente. Sie restaurieren sie auch und erstellen Gutachten, z.B. für Versicherungen.
Instrumente entwerfen und bauen
Musikinstrumentenbauer/innen kennen die unterschiedlichen Modelle und Bauweisen von Instrumenten wie beispielweise Violinen, Violen, Violoncelli, Kontrabässe und Gamben und verfügen über das theoretische Wissen sowie die Arbeitstechniken, um versiert Musikinstrumente entwerfen und bauen zu können. Sie wählen Materialien, z.B. Resonanzhölzer, unter Beachtung von Alter, Holzaufbau und Holzstruktur aus und bereiten Hölzer durch spezielle Trocknungs- und Lackierungsverfahren vor, bevor sie die Instrumente in Einzelteilen fertigen und anschließend zusammenbauen. Eine Geige besteht beispielsweise aus Schnecke, Wirbel, Wirbelkasten, Obersattel, Griffbrett, Decke, Saiten und Steg. Für die einzelnen Teile bearbeiten Musikinstrumentenbauer/innen die Hölzer per Hand und mit Maschinen, vor allem durch Sägen, Schneiden, Hobeln und Feilen. Sie beizen, lackieren, politieren, schleifen und ziehen Saiten auf. Besondere Aufmerksamkeit kommt auch der Lackierung zu, denn diese soll das Instrument nicht nur für möglichst lange Zeit konservieren, sondern prägt auch den Klang des Instruments entscheidend mit. Zu den Aufgaben von Musikinstrumentenbauern und -bauerinnen gehören auch das Intonieren, Temperieren und Stimmen der neuen Instrumente. Außerdem stellen sie fertige und ältere/beschädigte Instrumente ein, reparieren diese und beraten Kunden beim Kauf von neuen oder gebrauchten Instrumenten.
Meist spezialisieren sie sich auf bestimmte Instrumente und arbeiten ggf. mit Experten anderer Bereiche zusammen. Im Geigenbau schnitzen, biegen und verleimen sie Fichtenhölzer und Palisander und schaffen kunstvoll gestaltete Streichinstrumente mit gedrechselten Schnecken und Wirbeln. Im Streich- und Zupfinstrumentenbau verwenden sie ggf. auch spezielle Lacke, um den Klang der Instrumente noch weiter zu veredeln. Musikinstrumentenbauer/innen brauchen neben den handwerklichen und gestalterischen Fähigkeiten auch ein sehr gutes musikalisches Gehör.
Weitere Tätigkeitsfelder
Musikinstrumentenbauer/innen können ihr Hauptaugenmerk auch auf die Restaurierung historischer Musikinstrumente legen. Dazu untersuchen sie die Instrumente, bestimmen den Erhaltungszustand und entscheiden über Art und Ausmaß der erforderlichen Behandlung: je nach Instrumentengattung werden fehlende oder defekte Teile materialgetreu ersetzt bzw. ausgetauscht, Risse repariert oder gebrochene Teile gelötet. Stehen die ursprünglich verwendeten Materialien nicht mehr zur Verfügung, wählen sie mit Hilfe akustischer Tests verschiedenster Materialien diejenigen aus, welche der originalen Substanz am nächsten kommen. Mitunter werden auch Nachbauten von Instrumenten angefertigt, deren Original aus konservatorischen Gründen nicht mehr in einen spielbaren Zustand versetzt werden darf. Beim Nachbau werden die Originalinstrumente analysiert, vermessen und dokumentiert. Schließlich entsteht unter Verwendung möglichst identischer Materialien ein Instrument, dessen klangliche Eigenschaften dem Original sehr nahekommen.
Bei entsprechender Erfahrung können Musikinstrumentenbauer/innen auch als Sachverständige tätig sein. Auf der Grundlage musikwissenschaftlicher, naturwissenschaftlicher, kunstwissenschaftlicher und historischer Erkenntnisse und Methoden analysieren und bewerten sie die Qualität von historischen Musikinstrumenten und erstellen diesbezüglich instrumentenkundliche Gutachten, z.B. als Wertgutachten für Versicherungen oder als Echtheitszertifikat vor dem Verkauf von Instrumenten. Dabei stellen sie auch Recherchen zu Herstellern, Individualgeschichte, Herkunft oder Parallelstücken von Instrumenten an.