Responsibilities
Psychotherapeuten und -therapeutinnen erstellen ihre Diagnose anhand einer Anamnese sowie aufgrund ärztlicher Befunde und Testverfahren. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse wählen sie psychotherapeutische Verfahren aus und klären die Patienten oder deren Sorgeberechtigte über Behandlungsmöglichkeiten und Risiken auf. Entsprechend dem Therapieplan führen sie therapeutische Maßnahmen durch, etwa psychoanalytische, tiefenpsychologisch fundierte Einzel- und Gruppentherapien oder Verhaltenstherapien. Durch präventive Beratungen wirken sie darauf hin, psychische Störungen im Vorfeld zu verhindern, und unterstützen Fachkräfte und Personen im sozialen Umfeld von Betroffenen, etwa durch Supervision . Sie dokumentieren den Behandlungsverlauf und bewerten nach Abschluss einer Therapie deren Erfolg. Um die Öffentlichkeit für psychische oder psychosomatische Krankheitsbilder zu sensibilisieren, erstellen sie darüber hinaus auch Informationsmaterial, halten Vorträge oder schreiben Fachartikel. Für Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung benötigen sie ggf. eine Promotion oder Habilitation.
Typical Places of Work
Psychotherapeuten und -therapeutinnen finden Beschäftigung z.B.
- in Krankenhäusern, Kliniken und psychotherapeutischen Praxen
- in Rehabilitationseinrichtungen, Heimen und Beratungsstellen
- bei ambulanten sozialen Diensten
- bei Organisationen des Gesundheitswesens und Sozialversicherungsträgern
- in der psychologischen und psychotherapeutischen Forschung sowie Lehre
Salary
The salary level for Psychotherapeut/in in Germany is:
from 4758
up to 6355 EUR per month
Задачи
Worum geht es?
Psychotherapeuten und -therapeutinnen diagnostizieren und behandeln psychische, psychosomatische und neuropsychologische Störungen mit Krankheitswert bei Menschen mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren.
Diagnose und Behandlung
Das Spektrum an psychischen, psychosomatischen und neuropsychologischen Krankheitsbildern ist breit: Es beinhaltet beispielsweise Ängste, Zwänge, schwere Traumatisierungen als Folge von körperlichen Schädigungen, Psychosen , neurotische Depressionen oder vegetativ-funktionelle und psychosomatische Störungen wie Essstörungen oder Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Um die jeweilige Störung möglichst genau ermitteln zu können, führen Psychotherapeuten und -therapeutinnen bei den Patienten Anamnesen und psychodiagnostische Untersuchungen durch.
Zunächst stellen sie in einer probatorischen Sitzung (Erstgespräch) fest, ob sich zwischen Patient/in und Therapeut/in ein vertrauensvolles Verhältnis einstellen kann. Ist dies der Fall und erscheint eine psychotherapeutische Behandlung ratsam, wählen Psychotherapeuten und -therapeutinnen geeignete Methoden und Verfahren aus. Im Anschluss daran besprechen sie die Behandlungsmöglichkeiten und -risiken, deren Settings (Rahmenbedingungen der Therapie, z.B. Einzel-, Paar-, Familien- oder Gruppentherapie, Notfall- und Krisenintervention) sowie Therapieziele mit dem Patienten bzw. - bei Kindern und Jugendlichen - mit dessen Sorgeberechtigten. Herrscht Einverständnis, beginnen sie mit der jeweiligen Therapie, deren Verlauf und Ergebnis sie dokumentieren und abschließend bewerten.
Zum Aufgabengebiet gehört auch die psychosoziale Versorgung insbesondere in den Bereichen Prävention, Rehabilitation oder Beratung zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung psychischer Gesundheit.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Psychotherapeuten und -therapeutinnen finden in vielen Bereichen und Organisationen des Gesundheits- und Sozialwesens Beschäftigung, insbesondere in psychotherapeutischen Praxen und in der stationären Betreuung in Krankenhäusern und Heimen. Bei der Arbeit mit älteren Menschen führen sie neben psychotherapeutischen auch vorbeugende, unterstützende und rehabilitative Maßnahmen durch. In Beratungsstellen unterstützen sie ggf. Betroffene - Kinder, Jugendliche oder Erwachsene - und deren Angehörige bei der Bewältigung von Lebenskrisen oder sozialen Konfliktsituationen.
Im Bereich der psychologischen bzw. psychotherapeutischen Forschung und Lehre untersuchen, dokumentieren und diskutieren sie wissenschaftlich u.a. psychische und psychosomatische Störungen und aktualisieren unter Einbeziehung neuester Erkenntnisse psychotherapeutische Methoden und Verfahren.