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Fakultät für Chemie und Biowissenschaften

Karlsruher Institut für Technologie

Die Fakultät für Chemie und Biowissenschaften des KIT belegt Platz #1 in Deutschland bei der DFG-Förderung in Chemie (36,2 Mio. € 2020–2022) und Platz #2 national im QS World Ranking. Sie bietet Studiengänge in Chemie, Biologie, Chemischer Biologie und Lebensmittelchemie an, unterstützt durch Exzellenzcluster wie 3D Matter Made to Order und den Forschungsverbund TrackAct zur Katalyseforschung.

Die Fakultät für Chemie und Biowissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist die bestfinanzierte Chemiefakultät Deutschlands – mit 36,2 Millionen Euro DFG-Mitteln in den Jahren 2020–2022, mehr als jede andere deutsche Universität. Mit vier Disziplinen – Chemie, Biologie, Chemische Biologie und Lebensmittelchemie – verbindet die Fakultät rigorose Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Forschung über nationale Exzellenzcluster, Helmholtz-Programme und DFG Sonderforschungsbereiche. Von der 3D-Nanomaterialfertigung bis zur heterogenen Katalyse für die Emissionskontrolle prägt die Forschung hier unmittelbar Lösungen für industrielle und Umweltherausforderungen. Die Studiengänge werden aktiv modernisiert: Ab dem Wintersemester 2025/26 starten reformierte Bachelor-Abschlüsse in Chemie und Lebensmittelchemie mit verstärktem Fokus auf forschungsorientierte Lehre und integrierten Künstliche-Intelligenz-Inhalten.

Chemie- und Biowissenschaften-Studiengänge am KIT

Bachelor-Ebene

Die Fakultät bietet Bachelor-Abschlüsse in Chemie (B.Sc.), Biologie – mit Schwerpunkten Allgemeine Biologie und Angewandte Biologie (fokussiert auf Weißbiotechnologie und industrielle Mikrobiologie, begrenzt auf 30 Studierende pro Jahrgang) –, Chemischer Biologie (B.Sc.) und Lebensmittelchemie (B.Sc.). Ab dem Wintersemester 2025/26 starten die Bachelor-Studiengänge Chemie und Lebensmittelchemie in reformierter Form mit forschungsorientierten Lehrmethoden und KI-integrierten Curricula. Lebensmittelchemie baut auf breiten naturwissenschaftlichen Grundlagen in den ersten drei Semestern auf, bevor es in Lebensmittelanalytik, Mikrobiologie, Toxikologie, Lebensmittelverfahrenstechnik und Lebensmittelrecht vertieft. Alle Bachelor-Studiengänge werden auf Deutsch unterrichtet.

Master-Ebene

Master-Studiengänge bauen unmittelbar auf den Bachelor-Abschlüssen auf: Chemie (M.Sc.), Biologie (M.Sc.), Chemische Biologie (M.Sc.) und Lebensmittelchemie (M.Sc.). Der Master Biologie zeichnet sich durch eine breite Palette an Wahlmodulen aus, die individuelle Spezialisierungen in Zellbiologie, Mikrobiologie, Pflanzenwissenschaften und Biophysik ermöglichen. Master-Abschlussarbeiten sind typischerweise in einer der aktiven Forschungsgruppen der Fakultät oder in zugehörigen Helmholtz- oder DFG-Verbünden eingebettet. Der Unterricht erfolgt auf Deutsch; die Arbeit mit englischsprachiger wissenschaftlicher Literatur und internationalen Forschungsnetzwerken ist Standard.

Promotion / Doktorstudium

Die Doktorandenausbildung wird durch GradCHEMBIO koordiniert, die strukturierte Graduiertenschule der Fakultät, die Kandidaten in Chemie und Biowissenschaften unterstützt. Promovierende arbeiten in einem der Forschungsinstitute der Fakultät oder in einem der extern finanzierten Verbünde wie dem SFB 1441 (TrackAct), SFB 1573 (4f for Future) oder dem Exzellenzcluster 3D Matter Made to Order (gemeinsam mit Heidelberg University). KITs Status als Helmholtz-Gemeinschaft Forschungsuniversität bedeutet, dass Doktorandinnen und Doktoranden direkten Zugang zu großskaligen Infrastrukturen und Bundestforschungsprogrammen haben.

Warum Chemie und Biologie am KIT studieren?

Die Chemiefakultät des KIT ist Platz 1 in Deutschland nach dem DFG Förderatlas 2024 bei der Forschungsförderung und Platz 2 national / Platz 47 weltweit im QS World University Ranking für Chemie – ein aussagekräftiges Signal, wenn Arbeitgeber und Graduiertenschulen Ihren Abschluss bewerten. Im Shanghai Ranking belegt die KIT-Chemie auch die Top-Position in Deutschland.

  • Helmholtz-Gemeinschaft-Mitgliedschaft verbindet Studierende und Forschende mit Deutschlands größter Wissenschaftsorganisation, mit Zugang zu großskaligen Einrichtungen und Bundesforschungsmitteln, die an reinen Lehreinrichtungen nicht verfügbar sind.
  • Forschungseingebundene Lehre: Vom ersten Semester an sind Labore und Praktika ein Kernbestandteil aller Studiengänge – kein optionales Zusatzangebot.
  • Das ExperiMentoring-Programm paart jeden Erstesemesterstudierenden mit einer studentischen Mentorin oder einem studentischen Mentor aus einem höheren Semester, und zertifizierte Mental-Health-Mentorinnen und -Mentoren bieten strukturierte Unterstützung zur Gesundheit – und reduzieren damit die Isolation, der sich viele internationale Studierende ausgesetzt sehen.
  • Das MINT-Kolleg bietet kostenloses Vorbereitungs- und Brückenprogramme in Mathematik, Physik und Chemie für neu ankommende Studierende, die ihre Grundlagen vor oder während des ersten Jahres gefestigt mögen.
  • Bachelor-Studiengänge in Chemie und Lebensmittelchemie werden ab 2025/26 modernisiert, um KI-gestützte Methoden einzubeziehen und Absolventinnen und Absolventen in einer sich wandelnden Industrielandschaft relevant zu halten.

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Forschungsbereiche in Chemie und Biowissenschaften

Die Fakultät beherbergt mehrere große finanzierte Forschungsverbünde und hochschulübergreifende Programme:

  • 3D Matter Made to Order – Exzellenzcluster, gemeinsam vom KIT und Heidelberg University betrieben, mit Fokus auf programmierbare 3D-Fabrikation auf molekularer und Nanoskala.
  • SFB 1441 / TrackAct – DFG Sonderforschungsbereich zur Verfolgung aktiver Stellen in heterogener Katalyse für die Emissionskontrolle; direkt relevant für Automobil- und Cleantech-Industrien.
  • SFB 1573 / 4f for Future – untersucht Synthese und physikalische Eigenschaften von Seltenerdelamente-Molekül- und Nanoskala-Verbindungen mit Blick auf beispiellose optische und magnetische Materialien.
  • Helmholtz-Programm NACIP (Natural, Artificial and Cognitive Information Processing) – erforscht Quantenphänomene und biologische Informationsverarbeiter für Computing der nächsten Generation.
  • Helmholtz-Programm MSE (Materials Systems Engineering) – wendet informationsbasierte Techniken auf Materialdesign und -verarbeitung an.
  • Graduiertenkolleg RTG 2039 – trainiert Doktorandinnen und Doktoranden in Fluoreszenzsondendesign, von der Molekülsynthese über Photophysik bis zur in-vivo-Zellimagierung.
  • Karlsruhe School of Optics & Photonics (KSOP) – interdisziplinäre Graduiertenschule, die Chemie, Physik und Ingenieurwissenschaften in Photonikforschung und -ausbildung verbindet.

Chemie und Biowissenschaften für internationale Studierende

Alle aktuellen Studiengänge der Fakultät werden auf Deutsch unterrichtet. Daher ist ein solides B2–C1-Deutschniveau (typischerweise durch TestDaF oder DSH nachgewiesen) eine Voraussetzung für die Zulassung zu Bachelor- und Master-Programmen. Internationale Bewerbende sollten bei der Planung ihrer Bewerbungsfrist Zeitpuffer für Sprachvorbereitung einkalkulieren.

Das ExperiMentoring-Programm der Fakultät steht allen Erstesemesterstudierenden offen, einschließlich internationaler Ankünfte – eine Mentorin oder ein Mentor aus einem höheren Semester Ihres Studiengangs begleitet Sie durch die ersten Wochen auf dem Campus. Orientierungsveranstaltungen (O-Phase) werden zu Beginn jedes Wintersemesters angeboten.

Für Promotionsstudium können einzelne Forschungsgruppen innerhalb der finanzierten Verbünde der Fakultät (einschließlich des 3D Matter Made to Order Exzellenzclusters und des TrackAct SFB) Kandidaten mit starken Englischkenntnissen aufnehmen, da Doktorandenforschung und Publikationen auf Englisch durchgeführt werden. Angehende Promovierende sollten die einschlägigen Forschungsgruppen direkt kontaktieren oder sich über GradCHEMBIO, das Promotionskoordinationsbüro der Fakultät, bewerben.

Erasmus und weitere internationale Austauschoptionen für eingeschriebene Studierende sind unter dem Service Studieren im Ausland der Fakultät aufgelistet – konsultieren Sie die Studienberatung der Fakultät für Partnerinstitutionen.

Chemie und Biologie studieren auf dem KIT Campus Süd

Die Fakultät befindet sich auf dem KIT Campus Süd in Karlsruhe, Baden-Württemberg – dem historischen Uni-Campus im Stadtzentrum. Karlsruhe ist gut erreichbar: Der Flughafen Frankfurt (FRA), einer der Europas Hauptdrehkreuze, ist etwa 80 Minuten mit der Regionalbahn entfernt; der Flughafen Stuttgart (STR) ist etwa 50 Minuten mit der Bahn zu erreichen.

Chemie- und Biologieunterricht sowie -forschung finden in den Chemie-Zentrum-Gebäuden (Chemieturm I am Fritz-Haber-Weg), dem Botanischen Institut und einem Netzwerk von Fachlaboren verteilt über Campus Süd statt. Der Campus beherbergt auch den KIT Botanischen Garten mit Forschungsgewächshäusern und Phytokammern – aktiv in der Pflanzenforschung genutzt – sowie umfangreiche Bibliotheks- und Lerninfrastruktur. Die MINT-Kolleg-Kurse und das HoC (House of Competence) Softskill-Programm sind ebenfalls auf dem Campus und für Fakultätsstudierende zugänglich.

Adresse: Kaiserstraße 12, 76131 Karlsruhe, Germany

Karrierewege für Absolventinnen und Absolventen in Chemie und Biowissenschaften

Absolventinnen und Absolventen dieser Fakultät gehen in vielfältige naturwissenschaftsintensive Industrien und öffentliche Rollen über:

  • Lebensmittelchemie-Absolventinnen und -Absolventen sind qualifiziert für Tätigkeiten in Lebensmittel- und Kosmetikindustrie (Qualitätssicherung, Produktentwicklung, F&E), Lebensmittelüberwachungsbehörden, Untersuchungslaboratorien und Pharmafertigung – Felder, die das staatliche Examen (Staatsexamen-Pathway integriert in den Studiengang) erfordern.
  • Chemie-Absolventinnen und -Absolventen werden von der Chemie- und Materialindustrie (BASF, Evonik, Merck KGaA und Karlsruhe-Region Mittelstandsfirmen) rekrutiert, von analytischen Dienstleistern und von akademischen und öffentlichen Forschungseinrichtungen.
  • Biologie- und Chemische-Biologie-Absolventinnen und -Absolventen finden Karrieren in Biotechnologie (einschließlich Weiß-/Industriebiotechnologie, ein Fokus des Applied Biology-Schwerpunkts), Krebsforschung und Pharma-F&E, Umweltschutz und Naturschutz sowie in Universitäts- oder Helmholtz-affiliierten Forschungskarrieren.
  • Ein Doktorat aus dieser Fakultät – besonders aus DFG- oder Helmholtz-finanzierten Forschungsgruppen – ist ein starkes Zeugnisses für Senior-R&D-, Regulierungs- und Akademiker-Positionen in Deutschland und international. KITs Platz #1 bei der DFG-Chemie-Förderung signalisiert Arbeitgebern die in der Ausbildung verankerte Forschungsstrenge.

Studiengänge — für Chemie Biowissenschaften

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