Biometriker/in

Biometriker/in

Biometriker bzw. Biometrikerinnen erfassen und strukturieren Daten, werten sie statistisch aus, bereiten sie auf und entwickeln oder optimieren Erkennungsverfahren und -systeme, die auf individuellen biometrischen Merkmalen wie Fingerabdruck, Ohrform oder Retina beruhen.

Verantwortlichkeiten

Biometriker bzw. Biometrikerinnen sind in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern beschäftigt. In der pharmazeutischen Forschung sind sie an der Prüfung neuer Arzneimittel und an klinischen Studien beteiligt, entwickeln Studien- und Prüfpläne, berechnen geeignete Stichprobengrößen, erheben Daten etwa über Fragebögen, überwachen deren Qualität, führen statistische Auswertungen durch und verfassen Studienberichte. Sie beraten zudem bei statistischen Fragestellungen, zum Beispiel bei Fachveröffentlichungen, oder entwickeln biometrische Verfahren zur Personenidentifikation anhand individueller Merkmale wie Stimme, Gesicht oder Fingerabdruck.

In der Wissenschaft veröffentlichen sie ihre Ergebnisse, gestalten Lehrveranstaltungen und wirken bei der Abnahme von Prüfungen mit.

Typische Arbeitsorte

Biometrikerinnen und Biometriker finden Beschäftigung zum Beispiel:

  • in der Pharmaindustrie
  • in Krankenhäusern, etwa an Hochschulkliniken, bei der Betreuung klinischer Studien
  • an Hochschulen und in Forschungsinstituten
  • bei Unternehmen, die biometrische Verfahren für Überwachungssysteme oder Zugangskontrollen entwickeln

Gehalt

Das Gehaltsniveau für Biometriker/in in Deutschland ist: ab 5221 bis zu 6999 EUR pro Monat

Задачи

Worum geht es?

Biometrikerinnen und Biometriker erfassen unter anderem in klinischen Studien Daten, werten sie statistisch aus, bereiten sie für unterschiedliche Zielgruppen auf und entwickeln oder verbessern Erkennungsverfahren und -systeme, die auf individuellen biometrischen Merkmalen wie Fingerabdruck, Ohrform oder Retina basieren.

Biometrische Statistik

Biometrie verbindet Inhalte aus Mathematik, Statistik, Biologie und Medizin. In der pharmazeutischen Industrie planen Biometrikerinnen und Biometriker beispielsweise Studien zur Prüfung neuer Arzneimittel, koordinieren deren Durchführung und übernehmen die Auswertung. Sie holen Genehmigungen ein, legen Umfang und Dauer der Studien fest und wählen gegebenenfalls Probandinnen und Probanden aus. Für die Datenerhebung entwickeln sie Fragebögen oder passende statistische Programme, prüfen Rückläufe auf Vollständigkeit und Qualität, werten die Daten aus und bereiten die Ergebnisse adressatengerecht auf.

Auch in anderen Bereichen sind ihre Kenntnisse gefragt: In der Landwirtschaft führen sie etwa Studien zur Optimierung von Futtermitteln oder zum Einfluss von Umweltbedingungen auf Erträge durch. Im Versicherungswesen befassen sie sich mit Risikoberechnungen und Prognosen, etwa zu Krankheitsrisiken bestimmter Bevölkerungsgruppen oder zur Wahrscheinlichkeit von Unwetterschäden in ausgewählten Regionen.

Für Positionen mit Leitungsverantwortung wird häufig ein abgeschlossener Masterstudiengang erwartet.

Biometrische Erkennung

Biometrie bezeichnet außerdem die Vermessung des menschlichen Körpers mithilfe vereinfachter Modelle, die heute überwiegend von computergestützten, biometrischen Systemen übernommen wird. Bei der biometrischen Erkennung werden neben Körpermaßen auch individuelle Merkmale wie Fingerabdruck, Ohrform, Stimme oder Augenhintergrund berücksichtigt. Biometrikerinnen und Biometriker arbeiten an der Entwicklung und Optimierung von Systemen zur sicheren Personenidentifizierung mit. Dazu zählen Zutrittskontrollsysteme ebenso wie moderne Ausweisdokumente, etwa Reisepässe mit elektronisch gespeicherten Fotos und Fingerabdrücken.

Wissenschaftliche Forschung und Lehre

An Hochschulen und medizinischen Forschungsinstituten sind Biometrikerinnen und Biometriker unter anderem in epidemiologischen Projekten tätig. Mithilfe mathematischer Modelle simulieren sie zum Beispiel die Ausbreitung von Infektionskrankheiten und bewerten mögliche Gegenmaßnahmen. Zudem entwickeln sie neue Methoden zur Planung und Auswertung klinischer oder tierexperimenteller Studien, häufig in Kooperation mit Partnern aus der Industrie.

Ihre Forschungsergebnisse bereiten sie auf, veröffentlichen sie in Fachzeitschriften und machen sie so für andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie für Studierende nutzbar. Auf Fachtagungen und Kongressen präsentieren sie ihre Arbeiten, halten Vorlesungen und Seminare, betreuen Abschluss- und Doktorarbeiten und wirken an Prüfungen mit.

Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind in der Regel ein abgeschlossenes Masterstudium und eine Promotion erforderlich.

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