Ökotrophologe/Ökotrophologin

Ökotrophologe/Ökotrophologin

Ökotrophologen und Ökotrophologinnen informieren und beraten über Ernährung sowie Nahrungsmittel und deren Zusammensetzung. Zudem sind sie in der wissenschaftlichen Forschung, etwa von Lebens- und Genussmitteln, tätig.

Verantwortlichkeiten

Ökotrophologen und Ökotrophologinnen sind dort tätig, wo es um Nahrungsmittel oder Ernährung geht. In der Gesundheitsberatung und -förderung, z.B. in Gesundheitsämtern oder bei Verbraucherorganisationen, geben sie gesunden und kranken Menschen Ratschläge zu Ernährungs- und Diätfragen und informieren sie über gesunde Ernährung. In der wissenschaftlichen Forschung analysieren und interpretieren sie beispielsweise Aufbau und Zusammensetzung von Nahrungsmitteln und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper und veröffentlichen ihre Forschungsergebnisse. An Hochschulen unterrichten sie Studierende, bereiten Vorlesungen und Seminare vor, korrigieren schriftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten eröffnen sich i.d.R. erst nach einem Masterstudium und einer Promotion.

Typische Arbeitsorte

Ökotrophologinnen und Ökotrophologen arbeiten vor allem in folgenden Bereichen:

  • Einrichtungen der Gesundheitsberatung
  • Verbraucherorganisationen
  • Hochschulen und Berufsfachschulen
  • ernährungswissenschaftliche Forschungseinrichtungen
  • Lebensmittelindustrie
  • Einrichtungen des Gesundheitswesens, z. B. Kliniken oder Heime
  • Catering-Unternehmen und Hotellerie

Darüber hinaus ergeben sich Beschäftigungsmöglichkeiten:

  • bei Dienstleistungsunternehmen für hauswirtschaftliche Versorgung

Gehalt

Das Gehaltsniveau für Ökotrophologe/Ökotrophologin in Deutschland ist: ab 4367 bis zu 6580 EUR pro Monat

Задачи

Worum geht es in diesem Beruf?

Ökotrophologinnen und Ökotrophologen informieren und beraten rund um Ernährung, Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe. Außerdem sind sie in der wissenschaftlichen Forschung tätig, etwa bei der Untersuchung von Lebens- und Genussmitteln, und tragen dazu bei, neue Erkenntnisse in den Alltag zu übertragen.

Ernährung und menschliche Versorgung

Ökotrophologie vereint hauswirtschaftliche, naturwissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Fächer und stellt die Themen Ernährung, Versorgung und Haushaltsführung in den Mittelpunkt. Ernährung im engeren Sinn umfasst den Verzehr von Lebensmitteln und die Aufnahme von Nährstoffen wie Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Weicht die tatsächliche Nahrungsaufnahme dauerhaft vom Bedarf des Körpers ab, kann dies zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Erkrankungen führen.

Beratung in Gesundheitsfragen

Wie sieht eine ausgewogene Ernährung aus? Worauf sollten Verbraucher achten, um optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein? Wie entstehen Essstörungen und welche Therapieansätze gibt es? Welche Ernährung empfiehlt sich bei Erkrankungen wie Diabetes oder Gicht? Ökotrophologinnen und Ökotrophologen kennen Lebensmittel und ihre Zusammensetzung genau und wissen, welche Bestandteile gut zusammenpassen oder besser getrennt werden sollten. In Kliniken, Reha-Einrichtungen oder ernährungsmedizinischen Praxen beraten sie Ratsuchende und Patientinnen bzw. Patienten, entwickeln Kursangebote, stellen Informationsmaterialien zusammen und kochen gelegentlich in Lehrküchen gemeinsam mit den Teilnehmenden.

Tätigkeiten in der wissenschaftlichen Forschung

In der Forschung beschäftigen sich Ökotrophologinnen und Ökotrophologen mit der Physiologie, Biochemie, Soziologie und Psychologie der Ernährung sowie mit Fragestellungen der Lebensmittelwissenschaft. Sie analysieren, aus welchen Komponenten Lebensmittel bestehen, wie einzelne Inhaltsstoffe auf den menschlichen Körper – etwa auf Verdauungsorgane – wirken und wie Nahrungsmittel zusammengesetzt sein müssen, damit sie gut verträglich sind. In den naturwissenschaftlich geprägten Bereichen stehen Laborversuche und Versuchsreihen im Vordergrund, während die Ernährungspsychologie überwiegend mit Fragebögen und Befragungen arbeitet. Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten werden in der Regel ein Masterabschluss und eine Promotion vorausgesetzt.

Weitere Einsatz- und Aufgabenfelder

In der Lebensmittelindustrie sind Ökotrophologinnen und Ökotrophologen vor allem in der Produktentwicklung und Qualitätssicherung tätig. Sie entwickeln neue Produkte, zum Beispiel fettarme oder kalorienreduzierte Lebensmittel, optimieren Arbeitsabläufe und Produktionsprozesse und achten auf eine gleichbleibende Produktqualität. Zudem konzipieren sie Hygiene- und Qualitätsmanagementsysteme für Betriebe der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung und begleiten deren Umsetzung. In Catering-Unternehmen und bei Herstellern von Convenience-Food bauen sie das Produktsortiment aus und beraten die Geschäftsleitung in ernährungswissenschaftlichen Fragen.

In hauswirtschaftlichen Großbetrieben wie Krankenhäusern, Kurkliniken, Reha-Zentren oder Hotels sind sie für Zusammensetzung und Qualität der Verpflegung einschließlich Diätkost verantwortlich. Sie berechnen Nährwerte, sorgen für eine wirtschaftlich sinnvolle Auswahl und Verarbeitung der Lebensmittel, schulen und führen Mitarbeitende und übernehmen Leitungsaufgaben in Planung und Organisation. Darüber hinaus gestalten sie Arbeitsplätze und -abläufe, planen den Personaleinsatz und erstellen sowie überwachen Haushalts- und Budgetpläne.

In der Verbraucherberatung leisten Ökotrophologinnen und Ökotrophologen Aufklärungsarbeit, halten Vorträge, vertreten Verbraucherinteressen und beraten beispielsweise auch zum sparsamen und zweckmäßigen Einsatz von Energie beim Kochen und Backen.

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