Tanz- und Bewegungstherapeutinnen und -therapeuten erhalten, stärken und stellen mithilfe von Tanz und weiteren Bewegungsformen die psychische, körperliche und kognitive Gesundheit ihrer Patientinnen und Patienten bzw. Klientinnen und Klienten wieder her.
Tanz- und Bewegungstherapeutinnen und -therapeuten arbeiten mit Menschen, deren Beweglichkeit oder Körperwahrnehmung eingeschränkt ist. Abhängig von Indikation und Diagnose entwickeln sie individuelle Therapiepläne und nutzen Bewegung, um körperliche, emotionale und kognitive Prozesse zu unterstützen, die Körper- und Selbstwahrnehmung zu stärken und ein Gleichgewicht von Körper und Psyche zu fördern.
Sie dokumentieren Therapieverläufe und Ergebnisse und passen die Maßnahmen bei Bedarf an. Die Tanz- und Bewegungstherapie kann auch präventiv eingesetzt werden, etwa zur Vorbeugung von Haltungsschäden oder zur Verbesserung der Beweglichkeit älterer Menschen.
Tanz- und Bewegungstherapeutinnen und -therapeuten finden Beschäftigung
Das Gehaltsniveau für Tanz- und Bewegungstherapeut/in in Deutschland ist: ab 2942 bis zu 4273 EUR pro Monat
Tanz- und Bewegungstherapeutinnen und -therapeuten nutzen Tanz sowie andere Bewegungsformen, um die seelische, körperliche und geistige Gesundheit von Patientinnen und Patienten bzw. Klientinnen und Klienten zu fördern, zu erhalten oder nach Beeinträchtigungen wiederherzustellen.
Die Tanz- und Bewegungstherapie steht in enger Verbindung zu Psychotherapie, Psychologie, Medizin, Neurowissenschaften, Sozialwissenschaften und Heilpädagogik. Grundlage ist das Zusammenspiel körperlicher, emotionaler, kognitiver und sozialer Prozesse. In Einzel- oder Gruppensettings unterstützen Fachkräfte ihre Klientel dabei, Beziehungen neu zu gestalten, Handlungskompetenz aufzubauen, die Körperwahrnehmung zu schärfen, Emotionen zu verarbeiten und Konflikte zu bewältigen. Je nach Situation führen sie auch therapeutische Gespräche, um das in der Bewegung Erlebte bewusst zu machen und zu reflektieren.
Behandelt werden u. a. Menschen mit Burn-out, Angststörungen oder psychischen und körperlichen Traumata, ältere Personen, Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sowie Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. Auf Basis von Befunderhebung und tanz- und bewegungstherapeutischer Diagnostik wählen Therapeutinnen und Therapeuten passende Methoden und Techniken aus und erstellen passgenaue Therapiepläne. Im Verlauf beobachten sie sorgfältig, bewerten Fortschritte, passen die Behandlung bei Bedarf an und dokumentieren den Therapieverlauf.
Einsatzfelder liegen in Prävention, kurativer Versorgung, Rehabilitation und Palliativbereich, z. B. in Kliniken oder Praxen der Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik, in der Geriatrie, in Suchtkliniken sowie in heil- und sonderpädagogischen Einrichtungen.
In der Forschung entwickeln Fachkräfte neue tanz- und bewegungstherapeutische Ansätze, etwa zur Aktivierung älterer Menschen oder für die Arbeit mit Patientinnen und Patienten mit Parkinson. In der Lehre gestalten sie Veranstaltungen zu Selbsterfahrung, Diagnostik, Methodenlehre oder Supervision. Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind in der Regel ein Masterabschluss und eine Promotion erforderlich.
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