Ein Staatsexamensstudiengang Medizin an der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld, aufgebaut auf organsystembasierten integrierten Modulen, die Grundlagenwissenschaften, klinisches Denken und wissenschaftliches Arbeiten von Anfang an miteinander verbinden. Das Curriculum spiegelt Bielefelds besonderen Schwerpunkt auf Kommunikationskompetenz, ambulante Versorgung, interprofessionelle Zusammenarbeit und zukunftsorientierte Medizintechnologie wider.
Der Studiengang Medizin an der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld führt zum deutschen Staatsexamen, dem bundesweit anerkannten Berufsabschluss für Ärztinnen und Ärzte. Das Studium gliedert sich in drei formal definierte Studienabschnitte mit insgesamt 12,5 Semestern Regelstudienzeit zuzüglich des Praktischen Jahres.
Das Curriculum basiert auf einem integrierten Organsystemmodell anstelle einer klassischen fachsystematischen Struktur. Bereits ab dem ersten Semester beschäftigen sich Studierende gleichzeitig mit Anatomie, Physiologie, Biochemie und klinischer Anwendung innerhalb thematisch gebündelter Module — etwa zum Bewegungsapparat, zu Stoffwechsel und Verdauung, zum Herz-Kreislauf- und Atmungssystem, zum Nervensystem sowie zur Reproduktionsmedizin. Jedes große Organsystem wird im zweiten Studienabschnitt vertiefend wiederholt, sodass das früher erworbene Wissen auf höherem klinischen Niveau konsolidiert und angewendet werden kann.
Ein charakteristisches Merkmal des Bielefelder Ansatzes ist die frühe und durchgängige Integration wissenschaftlicher Methodik. Die Modulreihe "Wissenschaftliches Denken und Handeln" erstreckt sich über zwei Studienabschnitte: Im ersten werden die Grundlagen gelegt, im zweiten folgt die vertiefte Anwendung — einschließlich eigenständiger wissenschaftlicher Arbeiten. Damit werden Kompetenzen in evidenzbasierter Medizin, kritischer Literaturbeurteilung und klinischer Forschung frühzeitig aufgebaut.
Das Studium umfasst verpflichtende Blockpraktika, die Studierende in den Semestern 2 und 7 in klinische Umgebungen einbinden. Das Modul "Famulatur-Reife", das ab dem 1. Semester eingeführt wird, bereitet auf die erforderlichen Famulaturen außerhalb der Universität vor. Vor dem Eintritt in das Praktische Jahr ist die PJ-Reife-Prüfung als Kompetenznachweis zu bestehen.
Im zweiten Studienabschnitt ist zudem ein strukturiertes Wahlpflichtmodul (Profilbildung) vorgesehen, das eine individuelle Schwerpunktsetzung ermöglicht. Zu den ausgewiesenen Profilbereichen zählen: Forschung und Wissenschaft in der Medizin, Ärztliche Kommunikation und Kompetenzentwicklung, Ambulante und Primärversorgungsmedizin, Interprofessionelle und interdisziplinäre Medizin, Technologie und Zukunftsmedizin sowie Diversität und gendersensible Medizin.
Das Praktische Jahr (dritter Studienabschnitt) wird in klinischen Einrichtungen absolviert und bildet die abschließende Vorbereitung auf das Staatsexamen.
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