Am Fachbereich Rechtswissenschaft studieren rund 1.700 Studierende. Der Fachbereich bietet neben dem klassischen, grundständigen Studiengang mit dem Abschluss „Erste juristische Prüfung“ auch ein Nebenfachstudium im Rahmen der geisteswissenschaftlichen Bachelor-Studiengänge an. Weiterhin gibt es einen LL.M.-Studiengang im deutschen Recht für im Ausland graduierte Juristinnen und Juristen. Gemeinsam mit der Tongji-Universität Shanghai wurde ein Doppelmasterprogramm „Rechtsvergleichende Studien zum deutschen, europäischen und chinesischen Recht“ geschaffen.

Studium

Die Lehre am Fachbereich weist ein besonderes Konstanzer Profil auf. Dieses beruht in seinen Ursprüngen auf den Ideen der Reformuniversität und einer einstufigen Juristenausbildung aus der Gründungsphase der Universität. Es äußert sich bis heute in einer vergleichsweise straffen Studienstruktur und -organisation, welche die Studierenden bereits in den ersten vier Semestern besonders fordert.

Gefördert werden die Studierenden insbesondere durch eine hohe Zahl an Klausuren, die auf das klausurbasierte Staatsexamen vorbereiten. Teil dieses Konzepts ist ein umfassendes Angebot an Kleingruppenunterricht in den ersten Semestern, damit die Studierenden sich intensiv auf diese Klausuren vorbereiten können. Die spezifische Praxisorientierung der juristischen Ausbildung wird abgerundet durch ein entsprechendes Lehrangebot hauptamtlicher Abgeordneter Praktiker (Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die hauptamtlich in der Lehre tätig sind - ein Alleinstellungsmerkmal der Universität Konstanz), erfahrener Rechtsanwälte und weiterer Lehrbeauftragter aus der Rechtspraxis.

Eine Pionierrolle spielt der Fachbereich bei der Reform der Examensvorbereitung seiner Studierenden durch die Einführung eines innovativen Lehr- und Betreuungskonzepts. Weiterhin wurden in den vergangenen Jahren die Angebote der Fachstudienberatung deutlich ausgebaut. Seit 2012 bietet der Fachbereich einen Karrieretag für Studierende und AbsolventInnen an.

Forschung

Kernkompetenzfelder des Fachbereichs sind die Internationalität und das Wirtschaftsrecht. Die Internationalisierung zeigt sich zunächst darin, dass in den großen Rechtsgebieten mehrere Lehrstühle schwerpunktmäßig auf das europäische und internationale Recht ausgerichtet sind. Der Fachbereich unterhält vielfältige internationale Kontakte, Austauschbeziehungen und Kooperationen. Neben der Internationalisierung ist das Wirtschaftsrecht der zweite Eckpfeiler des Fachbereichs. An der wirtschaftsrechtlichen Forschung beteiligen sich alle großen Rechtsgebiete Zivilrecht, Öffentliches Recht und Strafrecht. Daraus ist auch rechtsgebietsübergreifende Forschung entstanden wie das DFG-geförderte Projekt „Der Sanktionsdurchgriff im Unternehmensverbund“ oder die gemeinsam mit dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften veranstaltete Vortragsreihe „Finanzmarkt – Recht und Ökonomik“. Auch im Schwerpunktbereichsstudium, in dem die Studierenden ihre Kenntnisse auf einem Gebiet vertiefen können, findet sich häufig eine wirtschaftsrechtliche Ausrichtung.

Studiengänge — Rechtswissenschaft

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