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Lebensmittelchemie

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Bachelor Wintersemester

Ein Staatsexamensstudiengang an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der in den ersten vier Semestern eine breite naturwissenschaftliche Grundausbildung vermittelt und im Hauptstudium auf lebensmitteltechnologische, toxikologische, lebensmittelrechtliche und analytisch-chemische Fachgebiete ausgerichtet ist – mit verpflichtenden Laborpraktika und regelmäßigen Exkursionen in die Industrie.
Der Studiengang Lebensmittelchemie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg führt zur Ersten Staatsprüfung, dem bundesweit anerkannten Berufsabschluss für Lebensmittelchemiker/innen in Deutschland. Das Studium umfasst neun Semester und gliedert sich in zwei klar definierte Phasen. Das **Grundstudium** (1.–4. Semester) legt eine intensive naturwissenschaftliche Grundlage in Allgemeiner und Anorganischer Chemie, Analytischer Chemie, Organischer Chemie, Physikalischer Chemie, Biochemie, Mathematik, Physik sowie Biologie und Botanik. Jedem Theoriebereich sind umfangreiche Laborpraktika zugeordnet: Die Studierenden arbeiten in den Bereichen Anorganische Chemie, Analytische Chemie, Botanische Mikroskopie, Physik, Organische Synthese, Physikalische Chemie, Instrumentelle Analytik und Biochemie. Dieser Abschnitt schließt mit der Ersten Prüfung in Physik, Chemie (mündlich) und Biologie ab. Das **Hauptstudium** (5.–8. Semester) rückt lebensmittelspezifische Disziplinen in den Mittelpunkt: Ernährungsphysiologie, Lebensmitteltechnologie, Lebensmittelmikrobiologie, Lebensmittelrecht, Biotechnologie, Toxikologie, forensische Analytik, Qualitätsmanagement sowie Chemie und Analyse von Kosmetika. Fortgeschrittene Praktika umfassen bioanalytische und instrumentelle Methoden, die direkt auf Lebensmittelmatrizes angewendet werden. Jedes Semester beinhaltet Exkursionen zu Industriebetrieben und amtlichen Lebensmittelüberwachungsbehörden, die den Studierenden einen direkten Einblick in das Berufsleben ermöglichen. Das Studium endet im **9. Semester** mit einer sechsmonatigen wissenschaftlichen Abschlussarbeit zu einem aktuellen Forschungsthema. Die Arbeit kann an einer externen Einrichtung oder im Ausland durchgeführt werden, was Studierenden, die Kontakte zur Industrie oder zu internationalen Forschungsgruppen knüpfen möchten, echte Flexibilität bietet. Die praktische Laborausbildung ist im gesamten Studiengang nicht als Ergänzung, sondern als strukturelles Kernelement angelegt: Praktika machen ab dem ersten Semester einen erheblichen Anteil der Kontaktstunden aus und gewährleisten, dass analytische Kompetenzen systematisch parallel zum theoretischen Wissen aufgebaut werden.

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