Meeresbiologe/-biologin in Deutschland
Meeresbiologen und -biologinnen können in unterschiedlichen Bereichen arbeiten. In der wissenschaftlichen Forschung untersuchen sie z.B. chemische, physikalische, biologische und geologische Prozesse im Ozean und ihre Wechselwirkung mit dem Meeresboden und der Atmosphäre. Wichtige Themen sind z.B. Überfischung, Meeresverschmutzung und Auswirkungen der globalen Erwärmung und des Klimawandels. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichen sie. An Hochschulen unterrichten sie Studierende, bereiten Vorlesungen und Seminare vor, korrigieren schriftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten eröffnen sich i.d.R. erst nach einem Masterstudium und einer Promotion. In der chemischen und pharmazeutischen Industrie beschäftigen sie sich vor allem damit, wie maritime Naturstoffe gewonnen und nutzbar gemacht werden können, z.B. in Arzneimitteln oder Kosmetika. Für Umweltbehörden oder Forschungsanstalten der Fischerei führen sie z.B. fischereiökologische Untersuchungen durch oder analysieren den Fischbestand in bestimmten Gebieten. Bei geplanten Bauvorhaben oder Aquakulturen im Küsten- und Meeresbereich prüfen sie u.a. deren Umweltverträglichkeit. Als Gutachter/innen sind sie z.B. auf dem Gebiet der Umweltanalytik tätig.
Wo man es studiert
Fachrichtungen, die zum Beruf führen, und Studiengänge dazu.
Studiengänge im Studienfeld «Biologie» →Wo man arbeiten kann: Beispielstellen
Was Arbeitgeber bieten und erwarten — aus echten Anzeigen.
- ·Ein Master of Science (MSc.) in Umwelt-/Naturwissenschaften, Meeresbiologie oder einer verwandten Disziplin.
- ·Sehr gute Englischkenntnisse und die Fähigkeit, in einem internationalen interdisziplinären Team zu arbeiten, sind unerlässlich.
- ·Bereitschaft zur Teilnahme an schiffsbasierter Feldarbeit (bis zu 3 Wochen), Erfahrung mit Forschungsausfahrten ist von Vorteil.