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Beruf · Humanmedizin

Facharzt/-ärztin für Allgemeinchirurgie in Deutschland und Österreich

Chirurginnen und Chirurgen sind Fachärzte, die operieren und chirurgische Patienten betreuen. Nach dem Medizinstudium und der Zulassung folgen rund sechs Jahre Facharztweiterbildung in der Klinik; Regeln und Vergütung hängen vom Land ab.

Facharzt/-ärztin - AllgemeinchirurgieWeiterbildung nach dem Studium

Über den Beruf

Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinchirurgie diagnostizieren und behandeln chirurgische Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen und legen die Nachsorge fest.

Fakten

Auf DeutschFacharzt/-ärztin - Allgemeinchirurgie
Weg in den BerufHochschulstudium, danach Weiterbildung im Beruf

Was man tut

Chirurginnen und Chirurgen sind Fachärzte, die Erkrankungen und Verletzungen diagnostizieren und operieren: an den Bauchorganen (Viszeralchirurgie), an den Gefäßen und im Brustkorb sowie Unfallfolgen. Sie entfernen Blinddarm oder Gallenblase, versorgen Leistenbrüche, nähen Sehnen, richten und fixieren Knochenbrüche, entfernen Metallteile nach der Heilung und führen Kniespiegelungen durch.

Immer mehr Eingriffe erfolgen minimalinvasiv — über kleine Schnitte mit Kamera, teils mit robotischen Assistenzsystemen. Neben dem Operieren betreuen sie Patienten nach dem Eingriff, dokumentieren und bilden den Nachwuchs aus; an Universitätskliniken forschen sie mit.

Diagnose

  • ✓Patienten befragen und die Vorgeschichte erheben
  • ✓Untersuchungen veranlassen und auswerten: Ultraschall, Röntgen, CT, EKG, Endoskopie, Labor
  • ✓Diagnose stellen und über eine Operation entscheiden

Operationen und Behandlung

  • ✓Notfälle erkennen und lebensrettende Maßnahmen ergreifen
  • ✓an Organen, Knochen und Gliedmaßen operieren
  • ✓Haut- und Weichteiltumore entfernen, Abszesse eröffnen
  • ✓minimalinvasiv operieren — Gallenblase, Blinddarm, Leistenbruch
  • ✓Verletzungen versorgen: Sehnennaht, Einrenken, Frakturen fixieren
  • ✓Kniespiegelungen durchführen, etwa am Meniskus
  • ✓mit computergestützten Assistenzsystemen operieren

Nach der Operation

  • ✓Patienten nach dem Eingriff betreuen
  • ✓Rehabilitation veranlassen — Physio-, Ergotherapie — und den Verlauf kontrollieren
  • ✓zu Vorsorge und Früherkennung beraten

Organisation und Ausbildung

  • ✓Aufnahme, Verlegung, Entlassung und Visiten koordinieren; eine Station leiten
  • ✓Gutachten schreiben und dokumentieren
  • ✓ärztlichen Nachwuchs und Pflegepersonal ausbilden

Forschung und Lehre

  • ✓an Forschungsprojekten einer Uniklinik mitwirken
  • ✓Vorlesungen und Seminare halten
Der Beruf im Detail
Diagnose und Entscheidung zur Operation

Vor der Behandlung führen sie ein ausführliches Gespräch und veranlassen Untersuchungen wie Röntgen, Computertomografie, Ultraschall, EKG oder Blutuntersuchungen. Sie werten die Ergebnisse aus und besprechen das weitere Vorgehen mit den Patienten.

Operationen

Sie beherrschen viele Methoden: Sie operieren Krampfadern, nähen gerissene Bänder und Sehnen, operieren am Darm und am Blinddarm, entfernen Polypen und Hauttumore und fügen gebrochene Knochen zusammen. Minimalinvasive Verfahren werden wichtiger: Kleine Schnitte genügen, eine Minikamera überträgt das Operationsfeld auf einen Bildschirm. Teils steuern sie die Instrumente über den Computer. Nach der Operation legen sie Nachsorge und Rehabilitation fest.

Vorsorge

Viele lebensbedrohliche Erkrankungen sind im Frühstadium heilbar. Deshalb informieren sie über Vorsorgeuntersuchungen, führen sie durch und erklären, wie man durch Ernährung und Lebensweise vorbeugt.

Dienste, Verwaltung, Ausbildung

Notfälle kommen jederzeit vor, daher gibt es im Krankenhaus Schicht-, Nacht- und Wochenenddienste. Gutachten, Arztbriefe und Dokumentation nehmen viel Zeit ein. Eine wichtige Aufgabe ist die Ausbildung von ärztlichem Nachwuchs und Pflegepersonal.

Wo man es studiert

Fachrichtungen, die zum Beruf führen, und Studiengänge dazu.

Studiengänge im Studienfeld «Humanmedizin» →

Nach Ländern

Berufszulassung, Anerkennung ausländischer Abschlüsse und weitere Regeln jedes Landes.

Deutschland

Weg
Medizin (Staatsexamen) → Approbation → 72 Monate Weiterbildung

Geprüft: StudyInFocus, Oktober 2026

Österreich

In Österreich darf ärztlich tätig sein, wer in die Ärzteliste der Österreichischen Ärztekammer eingetragen ist.

  • Ein Abschluss aus einem Nicht-EU-Staat muss als Doktorat der gesamten Heilkunde nostrifiziert werden.
  • Deutschkenntnisse sind nachzuweisen.
  • Die Facharztausbildung dauert mindestens 72 Monate inklusive 9 Monaten Basisausbildung, Allgemeinmedizin mindestens 60 Monate.
Berufszulassung
Eintragung in die Ärzteliste (§ 4 ÄrzteG 1998)
Facharztausbildung
mindestens 72 Monate (ÄAO 2015)

Geprüft: StudyInFocus, Oktober 2026

Arbeitsmarkt

Facharzt/-ärztin für Allgemeinchirurgie in Deutschland — Zahlen mit Quellen.

Gehalt€7.552–€9.699 im Monat (brutto) · TV-Ärzte/VKA, Entgeltgruppe II (Fachärztin/Facharzt), 01.06.2026
SpracheC1
Jobs: Facharzt/-ärztin für Allgemeinchirurgie — Überblick

Wo man arbeiten kann: Beispielstellen

Was Arbeitgeber bieten und erwarten — aus echten Anzeigen.

Assistenzarzt/-ärztin für die Allgemein- und Viszeralchirurgie, Adipositaschirurgie
WolfartKlinik · München-Gräfeling
58.000 – 98.000 EUR
  • ·Sie sind Berufsanfänger oder haben schon Erfahrungen in der Chirurgie oder einem anderen medizinischen Fach gesammelt
  • ·Deutschkenntnisse fließend in Wort und Schrift
Veröffentlicht: 10.2024
Oberarzt/Oberärztin (w/m/d) für die Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Adipositaschirurgie
Filderklinik · Filderstadt
110.793 – 157.170 EUR
  • ·Hohe fachliche und persönliche Kompetenz mit starker PatientInnenorientierung
  • ·Promotion erwünscht, jedoch nicht Vorausset­zung
  • ·Führungsstärke mit hoher Sozialkompetenz
Veröffentlicht: 10.2024
Jobs: Facharzt/-ärztin für Allgemeinchirurgie — alle Beispiele →

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Häufige Fragen

Was verdient ein Chirurg in Deutschland?
Nach TV-Ärzte/VKA (ab 01.06.2026) verdienen Fachärzte an kommunalen Krankenhäusern 7.552–9.699 € brutto im Monat; Oberärzte mehr.
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