Humanmedizin — Staatsexamen
Humanmedizin mit Staatsexamen — so wird man in Deutschland Ärztin oder Arzt: rund sechs Jahre Studium mit klinischer Praxis, danach die Facharztweiterbildung. Wichtige Schulfächer: Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Latein und Englisch.
Geprüft: StudyInFocus, Oktober 2026
Über das Studienfach
Humanmedizin bildet Ärztinnen und Ärzte aus: vom Aufbau und den Funktionen des menschlichen Körpers bis zur Diagnose und Behandlung von Krankheiten in allen großen Fächern — Allgemeinmedizin, Chirurgie, Innere Medizin, Kinderheilkunde, Neurologie.
Das Studium dauert rund sechs Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung; danach kann die Zulassung zum Arztberuf beantragt werden. Fast alle schließen eine Facharztweiterbildung an.
Fakten
Was man lernt
Vorklinik (1.–4. Semester)
- Anatomie
- Physiologie
- Biochemie und Molekularbiologie
- Biologie, Chemie und Physik für Mediziner
- Medizinische Psychologie und Soziologie
- Medizinische Terminologie
- Einführung in die klinische Medizin
Klinik (5.–10. Semester)
- Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie
- Anästhesiologie, Augenheilkunde und weitere klinische Fächer
- Pathologie, Pharmakologie und Toxikologie
- Hygiene, Mikrobiologie, Virologie
- Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik
- Epidemiologie, Medizinische Biometrie und Informatik
- Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Praxis
Erste-Hilfe-Ausbildung, Krankenpflegedienst (3 Monate), Famulatur (4 Monate) in Kliniken und Praxen und das Praktische Jahr (48 Wochen) im Krankenhaus am Ende des Studiums.
Modellstudiengänge
Manche Hochschulen bieten einen Modellstudiengang an: Vorklinik und Klinik sind von Anfang an verzahnt, der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung kann entfallen.
Kernfächer
Schulfächer, auf denen das Studium aufbaut — es lohnt sich, sie schon in der Schule zu stärken.
Nach Ländern
Was das Studium in jedem Land ausmacht.
Deutschland
36 Studiengänge · 34 HochschulenWenn der Schulabschluss keinen direkten Zugang gibt — Studienkolleg: M-Kurs.
- Praktisches Jahr
- 48 Wochen (§ 1 ÄApprO)
- Regelstudienzeit
- 6 Jahre und 3 Monate (§ 1 ÄApprO)
- Unterrichtssprache
- Deutsch, DSH-2 oder TestDaF 4×4; manche Hochschulen verlangen mehr
- Auswahl
- Ausländerquote für Bewerber aus Nicht-EU-Staaten — meist 5–10 % der Plätze; die Noten entscheiden
- Studiengebühren
- an staatlichen Hochschulen der meisten Länder keine; Semesterbeitrag
- Nach dem Examen
- Approbation und Facharztweiterbildung, 5–6 Jahre
Geprüft: StudyInFocus, Oktober 2026
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Für wen es passt
Medizin passt zu Menschen, die ein langes Studium, die Arbeit mit Menschen in belastenden Situationen und Verantwortung nicht scheuen. Wer zweifelt, sollte sich zuerst prüfen: Die Karriereberatung vergleicht Interessen und Fähigkeiten mit der Medizin und verwandten Fächern.
Wie das Studium aufgebaut ist
Die ersten vier Semester sind Vorklinik: Anatomie, Physiologie, Biochemie, danach der erste Abschnitt der Prüfung. Es folgen klinische Fächer und Famulaturen, der zweite Abschnitt, das Praktische Jahr und der dritte Abschnitt. Modellstudiengänge bringen den Patientenkontakt früher.
Nach dem Staatsexamen
Nach dem Examen erhält man die Approbation. Fast alle absolvieren danach eine Facharztweiterbildung: 5–6 Jahre bezahlte Arbeit in der Klinik und eine Prüfung bei der Landesärztekammer.